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Finanzierungsregeln

Regeln für eine Finanzierung

Ein Immobilenerwerb ist nicht nur wegen der hohen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ein besonderes Wagnis. Mit einer Finanzierung kommt es zu einer erhöhten finanziellen Belastung durch Zins- und Tilgungsleistungen. Daneben kommen auch noch weitere Kosten für den Unterhalt der Immobile hinzu. Nicht zu unterschätzen sind auch die Nebenkosten, die noch anfallen können. Diese sind beispielsweise Notarkosten für den Erwerb, Kosten des Grunderwerbs, Schätzkosten, Kosten für die Eintragung einer Grundschuld und nicht zu vergessen, die Kosten für den Einzug in das neue Heim.

1. Regel

Versuchen Sie, den Finanzierungsbedarf mögichst genau zu bestimmen. Die nachfolgende Liste kann Ihnen dabei eine Hilfestellung sein, auch wenn sie sicherlich nicht vollständig ist.

  • Fallen Maklergebühren an?
  • Sind die Kosten für Architekt, Statiker und Baugenehmigung berücksichtigt?
  • Sind bei einem Baugrundstück die Erschließungskosten schon erfasst?
  • Notarkosten für den Kauf und den Eintrag einer Grundschuld?
  • Gerichtskosten für den Kauf und den Eintrag einer Grundschuld?
  • Benötigt die finanzierende Bank eine Wertschätzung?
  • Was ist mit den Umzugskosten?
  • Muss die alte Wohnung vor dem Umzug noch renoviert werden?
  • Wie ist der Zeitplan für den Umzug? Stichwort: Wann muss die alte Wohnung gekündigt werden? Wie lange ist dort noch Miete zu zahlen?
  • Ist die Grunderwerbsteuer in der Kostenaufstellung enthalten?

Es wird Ihnen sicherlich nicht gelingen, den Finanzierungsbedarf auf den Euro genau zu bestimmen. Aber versuchen Sie, Ihren Bedarf recht genau zu schätzen, denn eine Nachfinanzierung kann später teuer werden. Auch ein zu hoch kalkulierter Betrag ist problematisch, wenn er zu einem zu hohen Darlehen führt.

2. Regel

Versuchen Sie, so viel Eigenmittel wie möglich einzusetzen. Eine Fremdfinanzierung zu 100% ist immer recht teuer und risikoreich. Jeder eigene eingesetzte Euro vermindert den Kreditbedarf und somit auch die Zinsen. Behalten Sie jedoch möglichst eine Notreserve von drei bis sechs Monatsgehältern für unvorhergesehene Dinge zurück. Dazu zählen z. B. Reparaturen und Ersatzbeschaffung von Haushaltsgeräten oder ähnlichen Dingen.

3. Regel

Informieren Sie sich rechtzeitig über mögliche Förderungen Ihres Bau- oder Umbauvorhabens. Gibt es Mittel vom Bund oder den Ländern für Renovierungen? So bietet zum Beispiel die KfW verschiedene Förderprogramme an.

4. Regel

Versuchen Sie auch, Ihre zukünftige monatliche Belastung genau zu ermitteln. Wieviel bleibt Ihnen später noch monatlich zur Verfügung? Je nach Finanzierungsart kann sich die monatliche Belastung nach einigen Jahren ändern, wenn z. B. eine Festzinsvereinbarung ausläuft.
Bei einer Förderung kann sich auch die monatliche Belastung mit dem Ablauf des Förderzeitraumes ändern. Bei jungen Paaren ist vielleicht die Frage nach der Familienplanung wichtig. Was passiert, wenn nicht mehr beide Einkommen zur Verfügung stehen?
Vergessen Sie dabei auch nicht die monatlichen Kosten für die neue Immobilie. Wie z.B. Grundsteuern, Strom, Wasser, Gas und Müllabfuhr.

5. Regel

Wie ist die aktuelle Zinssituation? Bei einer Niedrigzinsphase sollten Sie versuchen, sich den niedrigen Zinssatz durch eine längere Zinsfestschreibung zu sichern. Vereinbaren Sie dazu eine Zinsfestscheibung von 10 Jahren und mehr. Aber: Nach Ablauf der Festschreibung kann das Zinsniveau wieder ganz anders sein. Bauen Sie auch für diesen Fall vor.
Ist die Prognose so, dass die Zinsen weiter fallen, so vereinbaren Sie einen variablen Zinssatz, um in den Genuss der fallenden Zinsen zu kommen.

6. Regel

Halten Sie sich eine Türe offen. Vereinbaren Sie eine Möglichkeit, um Sondertilgungen tätigen zu können. So können Sie angespartes Guthaben schon früher zur Schuldentilgung einsetzen. Sprechen Sie mit Ihrer Bank über Möglichkeiten, die Raten flexibel zu gestalten.

7. Regel

Lassen sie sich vor dem Abschluss einen ausführlichen Finanzierungsplan erstellen. Prüfen Sie den Plan kritisch. Fragen Sie bei Unklarheiten nach. Haben Sie keine Scheu davor, so lange zu Fragen, bis alle Unklarheiten beseitigt sind. Es geht um Ihre finanzielle Zukunft!

8. Regel

Lassen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzten. Lieber vorher noch einmal alles durchrechnen.

Bei einem Hausbau oder Hauskauf ist sicherlich eine Menge zu beachten. Auch an dieser Stelle können nicht alle Fragen umfassend beantwortet werden. Beherzigen Sie die 8. Regel. Gehen Sie Ihr Vorhaben mit der nötigen Ruhe und Entschlossenheit an. Vergleichen Sie die Finanzierungmöglichkeiten und achten Sie auf günstige Angebote, dann sollte die Finanzierung Ihres Traumhauses nicht zu einem Albtraum werden.


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