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Rating, Risikokosten und bonitätsabhängige Verzinsung

Wie kann das sein, dass bei Berechnungen nie das Gleiche herauskommt?

Bei vielen Onlinekreditanbietern arbeiten im Hintergrund Ratingprogramme daran, das Risiko für die Bank oder den Anbieter des Kredites gering zu halten. Ganz ausschliessen kann dies niemand, aber jeder Kreditgeber wird versuchen, sein Risiko so gering wie möglich zu halten.

Dazu gibt es dann verschiedene Möglichkeiten. Die Bank vor Ort kann durch das persönliche Gespräch mit dem Kunden in etwa abschätzen, wie es um die Zahlungsmoral und die Zahlungsfähigkeit des Kunden bestellt ist. Hierbei spricht man auch von der Kreditwürdigkeit (=Moral des Kunden) und der Kreditfähigkeit eines Kunden. Je nach deren Einordnung kann der Kunde noch Sicherheiten stellen, um das Risiko zu minimieren. Im Endergebnis wird der Kredit dann vergeben, oder eben nicht. Wie geht das aber, wenn kein persönliches Gespräch stattfinden kann?

In diesem Fall werden verschiedene Punkte, wie Alter, Geschlecht Berufsgruppe Wohnort und ähnliche Dinge abgefragt. Die Antworten werden darufhin in ein Computerprogramm eingespeist, das jeder Antwort einen Punktewert zuordnet. Am Ende werden alle Punkte addiert und mit einer Skala verglichen. Diese Skala beschreibt die Risikogruppen. Dies könnte dann so ausschauen:

Das Programm prüft nun regelmäßig, bei grossen Anbietern durchaus täglich, wie die bisher vergebenen Kredite zurückgezahlt werden. Nun stellt das Programm beispielsweise fest, dass vermehrt Kredite von 23 jährigen Astronauten mit Wohnsitz in der Mondstrasse nicht zurückgezahlt werden. Daraufhin wird es wohl beim Rating weniger Punkte für 23 Jährige geben. Ebenfalls gibt es Punktabzug bei der Berufsbezeichnung "Astronaut". Und schon kann es sein, das eine andere Risikogruppe erreicht wird und der Kreditwunsch abgelehnt wird. Natürlich ist ebenfalls eine Aufwertung möglich.

Welche Kriterien das nun im Einzelnen sind und wie das Rating genau erfolgt, bleibt letztendlich das Betriebsgeheimnis des jeweiligen Anbieters. Als gesichert kann jedenfalls angenommen werden, dass alle notwendigen Eingaben mit in das Rating einfliessen. Zusätzliche Kriterien sind sicherlich auch Wirtschaftinformationen (welche Berufe gelten als Risikoreich ) und Informationen von Auskunfteien.

All dies zusammen, Rating, Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit führt zu einer Kreditentscheidung, die im Grunde als gerecht zu bezeichnen ist. Derjenige Kunde, der ein erhöhtes Riskio hat, zahlt auch einen höheren Zins, wogegen der Kunde mit geringem Risiko mit einem besseren Zinssatz belohnt wird. Wichtig ist jedoch, dass dies jeder Kreditgeber für sich anders entscheidet, je nachdem wie dessen individuelle Kundenstruktur beschaffen ist. Im Extremfall kann es sein, dass man bei Anbieter A keinen Kredit erhält, jedoch bei Anbieter B dagegen schon.